Was Sie in Ihrer Disaster Recovery-Strategie noch bedenken sollten –  Teil 3

Wenn Sie die ersten Teile der Serie „17 Statistiken zu Disaster Recovery und Business Continuity“ verfolgt haben, verstehen Sie die Best Practices für eine moderne, effektive Strategie zur Umsetzung von Disaster Recovery und Business Continuity – und was man vermeiden sollte. An dieser Stelle wollen wir dies vertiefen.

Vertraut ist nicht immer besser

Fangen wir damit an, warum ein traditioneller Ansatz nicht immer optimal ist. Obwohl eine altbewährte Backup-Storage-Strategie (mit physischen Festplatten- oder Bandlaufwerken) vertraut erscheinen mag und scheinbar eine einfache Lösung bietet („Aufsetzen und Vergessen”), hat sie mehrere Nachteile:

  • Kapazitätsbeschränkungen

Einer der größten Nachteile herkömmlicher Systeme mit Platten- und Bandspeicher ist ihr Platzbedarf. Unternehmen auf der ganzen Welt stehen vor der Herausforderung, immer mehr Anwendungs- und Kundendaten verwalten, speichern und sichern zu müssen. Dazu müssen globale Compliance-Vorschriften eingehalten werden, welche Daten gespeichert werden können und welche Daten wann gelöscht werden müssen. In diesem traditionellen Szenario gilt: Je mehr Daten Sie sichern und speichern müssen, desto mehr Grundfläche benötigen Sie für die Speichersysteme. Darüber hinaus entstehen weitere Kosten für das Disaster Recovery-Konzept, da hierfür die Daten an einem anderen Ort zusätzlich gesichert werden müssen.

  • Netzwerkprobleme

Backup und Recovery sind nur einige der Funktionen, die in Unternehmensnetzwerken ablaufen. SAN- und NAS-Appliances können zwar den Speicherhunger befriedigen, dennoch muss jederzeit sichergestellt sein, dass die erforderliche Bandbreite im Intranet Ihres Unternehmens verfügbar ist. Dies macht die Netzwerkplanung aufwendig und in manchen Fällen teuer.

  • Langlebigkeit ist wichtig

Die Archivierungsanforderung bedeutet, dass Plattenspeicher immer zusammen mit Bandlaufwerken, optischen Medien oder einem anderen permanenten Speicher kombiniert werden muss. Deshalb kann die Wartung herkömmlicher Systeme für Unternehmen kostspielig und auch umständlich sein, wenn komplexe Anforderungen an die Datenspeicherung gestellt werden.

Die drei Säulen von Software-Defined Storage

Für ein optimales Disaster Recovery sollten Sie eine Software-Defined Storage (SDS)-Plattform in Erwägung ziehen, die einen modernen und umfassenden Ansatz für Datenverfügbarkeit und -integrität bietet. SDS bietet dafür Speicher-Services auf drei Ebenen:

  • Asynchrone Replikation: Ermöglicht Datensicherheit und -verfügbarkeit im Falle einer Katastrophe durch fortlaufende Aktualisierung von Remote-Kopien und:
  • Aktualisiert Remote-Speicher-Arrays, unabhängig von ihrem Standort, ohne die lokale Leistung zu beeinträchtigen
  • Verwendet standardmäßige IP-basierte Verbindungen
  • Optimiert die Bandbreite durch komprimierte Multi-Stream-Übertragungen und priorisierte QoS
  • Erlaubt Tests ohne Unterbrechung des Produktivbetriebs
  • Kontinuierliche Datensicherung: Bietet Schutz vor Security-Bedrohungen, da Sie ohne explizite Backups beliebig zu „any-point-in-time“ zurückkehren können und:
  • Stellt Daten zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der letzten 14 Tagen wieder her
  • Erstellt Protokolle und Zeitstempel für alle Input-/Output-Operationen zu ausgewählten virtuellen Laufwerken
  • Anwendungen zu unterbrechen ist nicht erforderlich
  • Benötigt keine Host-Agenten
  • Ist einfach zu aktivieren und zu deaktivieren
  • Erzeugt bekannt gute Restore-Punkte
  • Sync Mirroring: Ermöglicht I/O-Replikation in Echtzeit für kontinuierliche Verfügbarkeit und:
  • Verhindert, dass Speicher einen Single Point of Failure darstellt
  • Verbessert die Verfügbarkeit durch physisch getrennte Knoten
  • Aktualisiert gleichzeitig verteilte Kopie
  • Gespiegelte virtuelle Festplatten verhalten sich wie ein im Netzwerk geteiltes, freigegebenes Laufwerk

Applikationen kann eine einzige virtuelle Festplatte mit synchroner Spiegelung vorgehalten werden, um einen Stretched Cluster mit Zero Touch Failover umzusetzen. Im Falle eines Ausfalls wird Ihre Infrastruktur automatisch in das Standby-Datencenter umgeschaltet. Dazu sollten Sie einen Anbieter wählen, der eine aktive Standortreplikation über das WAN für das Disaster Recovery durchführen kann, um Daten in anderen Lokationen, über Küsten oder zwischen Kontinenten zu schützen.

Die synchrone Spiegelung sorgt nicht nur für Ausfallsicherheit, sondern bietet auch Flexibilität bei Wartungsarbeiten, um die typischen geplanten Ausfallzeiten zu vermeiden. Das Ergebnis ist, dass Anwendungen aufgrund von Speicherausfällen nicht unterbrochen werden.

Hier die Zusammenfassung der Eigenschaften einer erstklassigen SDS-Plattform:

  • Schnelles, einfaches Disaster Recovery und Migration zu entfernten Standorten
  • Aktualisiert entfernte Kopien, ohne die lokale Leistung zu beeinträchtigen
  • Schützt Ihre Daten und ermöglicht zu beliebigen Systemzuständen ohne explizite Backups zurückzukehren
  • ermöglicht Echtzeit-Replikation für kontinuierliche Verfügbarkeit

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